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- Artikel-Nr.: CD57330
- Literpreis: 26,60 €/Liter
- Flaschenpreis: 19,95 €/Flasche(n)
Die Weine von Stefan Paeffgens Château Le Reysse liegen uns ganz besonders am Herzen und die Geschichte seines Abenteuers im Medoc ist schon sehr beeindruckend:
Im Herbst 2009 wird der Notarvertrag unterzeichnet mit einer 2-jährigen Zeit der Staffelübergabe mit dem Vorbesitzer Patrick Chaumont. Alles auf Anfang - Stefan zieht nach Bordeaux und wohnt zunächst in einem kleinen, alten Leuchtturm und springt mit Anlauf ins sprichwörtlich kalte Wasser in Bordeaux. Bei seiner Ankunft ist der 2009er Jahrgang schon geerntet und Stefan kann nur im Ausbau des Weins seine eigenen Vorstellungen realisieren. Der 2010er Jahrgang ist sein erster, eigener Jahrgang und in den Folgejahrgängen schärft er sein Profil wie kein anderes Châteaux dieser Zeit im Bordelais – zumindest nicht mit so bescheidenen Mitteln.
Das Cuvee des 2012er Jahrgangs besteht ganz klassisch aus 65% Cabernet Sauvignon und 35% Merlot. Nach Rebsorten getrennt, hat Stefan Paeffgen jetzt das ideale „Rezept“ für den Ausbau seiner Weine gefunden und baut den Cabernet Sauvignon in Fässern aus Troncais Eiche und den Merlot in Allier-Fässern aus. Stefan war alles in allem sehr zufrieden mit der Qualität der Trauben und spendierte diesem Jahrgang ganz bewusst ein extra langes Lager im kleinen Holzfass mit 225l. Ganze 20 Monate reifte der Wein im Holz und blickt damit auf ein langfristiges Lagerpotential. Für einen Wein dieser Preisklasse ist solch eine lange Barrique-Lagerung vollkommen ungewöhnlich und selbst ein sehr erfahrener Weinverkoster wie René Gabriel war vom Fassmuster im Jahr 2013 überrascht:
Tiefes Purpur, satt in der Mitte, Granatschimmer am Rand. Deutliche Vanillenoten vom grosszügigen Barriqueneinsatz (100 %!), Maulbeerentouch, Veilchennoten und Flieder. Feiner Gaumen, das Eichige vermischt sich mit der rotbeerigen Frucht (rote Johannisbeeren), pfeffrige Mitte, die Länge zieht sich durch. Man kann sich fragen, ob der Einsatz von neuen Barriques sich a.) lohnt und ob b.) der Wein auf die Lebensdauer diese Tortur verträgt? Um die Zukunft etwas besser zu sehen, liess ich mir den 2010er (ebenfalls 100 % neues Holz) zum Verkosten geben. Dort kumuliert sich das Holz mit den massiven Tanninen und so ergibt sich daraus fast eine Doppel-Adstringenz. Vielleicht verdaut er diese Tortur irgendwann. Aber ob man bereit ist, so lange darauf zu warten? Le Reysse ist ein ehrgeiziges Projekt eines deutschen Jungwinzers, welcher im Jahr 2010 im hohen Norden des Médoc's ein grosses Abenteuer begann. Abenteuer pur?
17/20 Punkte - Trinken: 2016 - 2029
Ganze sieben Jahre nach René Gabriel haben wir den Wein heute erneut im Glas und die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Der Wein präsentiert sich in der Nase fast immer noch wie ein Jungwein mit diesen starken, dunkelfruchtigen Beerenaromen. Ebenso die Noten vom Holzausbau sind noch präsent, obgleich diese langsam beginnen sich zurückzuziehen.
Am Gaumen ist der 2012er Le Reysse immer noch total verschlossen. Auf der einen Seite immer noch stark primärfruchtig und auf der anderen Seite auch immer noch vom Holz dominiert. Für einen 2012er Wein aus dem nördlichen Medoc dieser Preisklasse scheint der Wein der absolute Langläufer zu werden. Wir sehen das potentielle Trinkfenster im Bereich zwischen 2025 und 2037 und werden die weitere Entwicklung mit Spannung verfolgen.
Wenn Sie nicht so lange warten wollen und den Wein jetzt schon mal kennenlernen möchten, empfehlen wir den Wein einige Stunden zu karaffieren.
Wein: | Château Le Reysse |
Abfüller / Weingut: | Medoc |
Anbaugebiet: | Bordeaux Medoc |
Weinfarbe: | Rotwein |
Jahrgang: | 2012 |
BIO Zertifizierung: | nein |
Verkaufseinheit: | 1 x 0,75 Liter |
Alkoholgehalt: | 13,50 % |
Weinwisser: | 17/20 Punkte |
Hersteller: | Vignobles Paeffgen, 1 Route de Condissas, F-33340 Bégadan |
Zutaten: | Trauben und Stabilisatoren |
Allergene: | Enthält Schwefeldioxid (E220) |
Nährwertangaben (per 100ml): | Enthält geringfügige Mengen von Fett, gesättigten Fettsäuren, Eiweiß und Salz. |